PETG Filament Tips & Tricks

Hier finden Sie PETG Filament Tips & Tricks wie Sie PETG Filament drucken können.

PET-G erfordert eine exakte Justierung und es verzeiht eben keine Fehler. Hier ein paar Tipps, was das Filament für einen exakten Druck benötigt:
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– der Abstand zum Bed muss stimmen, PET-G mag nicht zu nach am Bed zu drucken (1.-2. Schicht). Also Düse und Bed sauber ausrichten ist ein MUSS!

– Druckgeschwindigkeit. Zu langsam ist nichts und zu schnell erst recht nicht. Nach zahlreichen Tests erziele ich die besten Ergebnisse bei 53 bis 55 mm/s Druckgeschwindigkeit und 125 mm/s Bewegungsgeschwindigkeit.

– Extruder-Einzug unbedingt justieren! Schon die geringste Abweichung wiederspiegelt sich im Ergebnis und sollte unbedingt durchgeführt/überprüft werden. Der Extruder soll z.B. exakt 100 mm einziehen und nicht 99 oder 101 mm. Wie man den Einzug überprüft und justiert findet man im Netz.

– PET-G neigt zu „Fädeln“. Es ist nicht schlimm, diese lassen sich leicht entfernen, aber man möchte eben das Beste aus dem Drucker herausholen, somit spiel auch der Einzug eine wichtige Rolle und erfordert die richtige Justierung. Bei mir haben sich folgende Werte bewähr: Einzugsabstand 6.7 mm, Einzugsgeschwindigkeit 37 mm/s (ich ziehe zusätzlich noch 0.4 mm3 ein) und die Mindestbewegung für Einzug liegt bei 0.6 mm.

– Da PET-G wie bereits gesagt nicht PLA ist, spielt auch die Fluss-Kompensation eine wichtige Rolle. Bei ABS/PLA druck man gewöhnlich mit 100%. Dies führt bei PET-G jedoch dazu, dass sich hier und da „Blobs und Rillen“ bilden. Somit sollte die Fluss-Kompensation etwas reduziert werden. Hier jedoch einen exakten Wert zu nennen ist nicht möglich, da es von der Art des Druckers abhängt. Bei mir hat sich ein Wert von -13 bis -15% als perfekt erwiesen (also Fluss-Kompensation auf 87% einstellen)

– Die Drucktemperatur. Ich lese hier, dass viele mit bis zu 245°C drucken. Nun, jedem das seine, die Spezifikationen sagen 200-230°C und nach meiner Erfahrung mit diesem Filament, stimmen sie auch. Ich bekomme bei 216°C bis 218°C die besten Ergebnisse. Die Kanten und Konturen sind scharf und die Layer sind sauber verbunden. Ich drucke auf Glas und bei 72-74°C bekomme ich ausreichende Haftung auf dem Bed ohne Hilfsmittel.

– Ach ja … da wäre noch die Sache mit der Schichtdicke. Mein Motto ist: Qualität und Maßhaltigkeit brauchen ihre Zeit! Ich drucke mit 0.12 mm Schichtdicke als Standard. Bis 0.22 mm sind die Ergebnisse akzeptabel, aber auch wenn es nur ein versteckter Halter oder eine Klemme ist, sollte sie „perfekt“ sein. Es dauert nun mal um einiges länger, als wenn man mit 0.3 mm oder mehr druckt, dafür sehen die Ergebnisse wie aus einer Form gepresst und stimmen 1:1 mit der Vorlage ohne Nacharbeit.

Und zum Schluss noch ein paar Worte zur Kühlung. Zu starke Kühlung ist bei PET-G genauso kontraproduktiv, wie zu schwache! Kühlt man zu stark, verbinden sich die Layer unzureichend. Kühlt man zu schwach, hat man Probleme bei Brücken, Überhängen etc. Hier gilt nur ausprobieren. Einfach ein paar Säulen verbunden mit 1-2 mm hohen Brücken in Anständen von 1,3 bis 5 cm Zeichnen und beobachten, wie die ersten Fäden gelegt werden. Die Lüfter-Drehzahl solange runter drehen, bis der Faden bei der ersten Fahrt kaum „durchhängt“. Bei mir läuft der Lüfter mit 40%, aber wie gesagt, es kommt auf die Konstruktionsart der Lüfterdüse, Durchsatz etc. an!

All diese Werte sind mit einer Düse mit 0.4 mm Durchmesser mit Direkteinzug ermittelt worden. Je nach dem, welche Düse und Art des Einzugs (direkt oder Bowden) man verwendet, müssen diese angepasst werden.

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